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Mythen - Irreführende Annahmen von Prohibitionisten

Was uns über Drogen erzählt wurde, ist nicht wahr:

Im Folgenden sollen Scheinargumente und Trugschlüsse aufgedeckt werden, die dem Drogendiskurs von Prohibitionisten zugrunde liegen.

Aufdecken von Irrtümern, die der Drogenpolitik zugrunde liegen:

Das Drogenrecht und die Drogenpolitik haben ihre Wurzeln in Angst, Ignoranz, Rassismus und Eigeninteresse. Leider hat sich über die Jahrzehnte wenig geändert. Der Drogendiskurs ist nach wie vor von strafenden Populismus, Volksempfinden und Gerüchten, sowie vereinzelten tragischen Vorfällen und ideologisch getriebenen moralischen Kreuzzügen geprägt und nicht von Wissenschaft, Beweisen, Vernunft und Rationalität.

Um eine kritische Debatte im Mainstream zu diesen Themen anzuregen, haben Julian Buchanan als Basis-Autor sowie weitere Beteiligte versucht, die wichtigsten Mythen, Lügen und Missverständnisse aufzudecken und hervorzuheben, die das vorherrschende drogenpolitische Denken untermauern, formen und beeinflussen.

Wenn wir diese falschen Vorstellungen, Irrtümer und Überzeugungen nicht aufdecken, die unseren Drogendiskurs durchdringen, besteht die Gefahr, dass die Drogenreform weitere fehlgeleitete Drogenpolitik und Praktiken reproduziert. Obwohl die Punkte in einem druckvollen und zugänglichen Stil formuliert sind, wird jeder sorgfältig durchdacht und kann wissenschaftlich unterstützt werden. Hier folgen nun einige der wichtigsten irreführenden Annahmen:


Nutzungshinweise:

Die „Mythos #️⃣“ Text-Marken verlinken jeweils zu weiteren Artikeln die Original-Englisch, Vollversionen und weitere Informationen enthalten können.

Begriffserklärungen:

Duden Erläuterung für Droge, Siehe auch: Arznei-Droge (Pharmazie):

Ursprüngliche Deutung: Getrocknete Bestandteile von Pflanzen, Pilzen, Tieren oder Mikroorganismen, die zur Arzneimittelherstellung verwendet wurden und werden sowie für Tee, Gewürze und anderen Anwendungsformen, die beispielsweise dem Wohlbefinden (Gesundheit) dienen können“.

Der Begriff „Droge“ leitet sich zudem auch vom mittelniederdeutsch: “drögevate”, bzw. Niederländischen Wort:Droog (trocken) ab.

Mythos #1:

„Es gibt eine klare pharmakologische (Arzneimittellehre) Bestimmung für Drogen (Medikamente).”
Gibt es nicht – was wir als kontrollierte „Drogen“ klassifizieren, ist ein soziales und kulturelles Konstrukt der 1950er und 1960er Jahre ohne kohärente (zusammenhängende bzw. logische) pharmakologische Begründung.

Das allgemeine Volk erkennt Alkohol, Tabak oder Koffein nicht als Drogen an, was diese jedoch schon immer waren und sind – und vielleicht sollte auch Zucker als Droge eingestuft werden.

Mythos #2:

„Menschen, die Drogen konsumieren, leiden an einer Substanzgebrauchsstörung.”

Unwahr – die überwiegende Mehrheit der Menschen, die Drogen konsumieren, tut dies rational, entspannend und vernünftig, aber leider verbinden wir Drogenkonsum mit problematischem Konsum.

Mythos #3:

„Drogenkonsumenten sind schmutzige, unmoralische und gefährliche Verlierer.”

Ein ungerechtfertigtes und feindseliges Stereotyp (Vorurteil) – Menschen, die illegale Drogen konsumieren, sind eine vielfältige Gruppe von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten.
Das Drogengeschäft kann schmutzig, unmoralisch und gefährlich sein – aber das liegt daran, dass es illegal, extrem lukrativ und Gegenstand einer harten Strafverfolgung ist.

Mythos #4:

„Menschen nehmen Drogen, weil sie Probleme haben.”

Unwahr – die meisten Menschen nehmen Drogen, weil sie die Wirkung genießen oder suchen, genau wie Alkohol, Tabak und Koffein.
Menschen, die Probleme im Vorfeld haben, entwickeln eher Schwierigkeiten mit allgemeinem Suchtphänomen.
Anmerkungen:
Und wenn Drogen aus oben genannten Gründen eingenommen werden, geht es darum, Beschwerden zu mildern und das Wohlbefinden zu steigern. Ob dieses mit legitimen Medikamenten (Benzodiazepine o.ä.), oder mit natürlichen Mitteln (Weihrauch etc.) oder mit illegalisierten Substanzen (z.B. Cannabis) geschieht, die oftmals vergleichbare Wirkweisen aufweisen, sollte dabei nicht zwingend eine Rolle spielen.

Mythos #5:

„Regelmäßiger Drogenkonsum führt unweigerlich zur Sucht.”

Unwahr – nur ein kleiner Teil der Konsumenten, die (illegale) Drogen gebrauchen, entwickelt eine Sucht, bzw. Substanzgebrauchsstörung (SUD) – ebenso wie bei der weit verbreiteten Droge Alkohol.

Mythos #6:

„Der Konsum von Drogen schadet den Menschen.”

Alle Substanzen (legale und illegale) können bis zu einem gewissen Grad Schaden anrichten, und die schädlichste Droge von allen ist eine legale – Alkohol.

Allerdings macht die Prohibition jene illegalisierten Drogen riskanter und schädlicher. Darüber hinaus kann der Eintrag in einem Vorstrafenregister für Drogen problematischer sein als die Droge.

Mythos #7:

„Drogenkonsum fördert Kriminalität.“
Das Vorhandensein einer Droge und die Begehung einer Straftat stellen keinen kausalen Zusammenhang dar. Der Zusammenhang ist „assoziiert“ (verknüpft) und nicht „kausal“ (Ursache).
Untersuchungen zeigen jedoch, dass Verbote und eine strenge Strafverfolgung die Erwerbs- und Gewaltkriminalität fördern.
Legale Drogen sind sicherer und weniger schädlich.”
Dies ist eine besonders irreführende Aussage, da Alkohol und Tabak weitaus schädlicher sind als die meisten illegalen Drogen.

Das Verbot macht es jedoch schwierig, Stärke, Inhaltsstoffe oder Qualität illegaler Drogen zu kennen, was an sich ein durchaus vermeidbares, aber ernstes Risiko darstellt.

Mythos #9:

„Maßnahmen der Strafverfolgung wirken sich auf das Ausmaß des Drogenkonsums aus.“

Studien zeigen, dass in fortgeschrittenen westlichen Demokratien weder strenge (harte) noch liberale Strafverfolgungsansätze einen großen Einfluss auf das Ausmaß des Drogenkonsums haben.

„Sucht ist gleich verteilt in der Gesellschaft.“ 
Substanz-Konsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, chronische Sucht, Abhängigkeit, bzw. „Substanzgebrauchsstörungen“ (SUD) jedoch nicht immer.
Obwohl jeder betroffen sein kann, betrifft chronisch „problematischer Drogenkonsum“ (PDU) tendenziell überproportional diejenigen, die mit niedrigen sozioökonomischer Status (z.B.: minderer Bildung und geringes Einkommen) benachteiligt sind. Psychisch belastete Personen (z.B.: Opfer von traumatischer Misshandlung) können davon betroffen sein. Viele bestehende Risikofaktoren, so auch einhergehender Stress durch Leistungsdruck während der Lern-, Bildungsphase und beruflicher Arbeit etc., können bei psychisch vulnerabel (verletzlich), sensiblen bzw. empfindlich veranlagten Personen Einfluss darauf nehmen. Sowie diejenigen, die schon vor dem problematischen Drogenkonsum erhebliche Schwierigkeiten in ihren Leben hatten, neigen eher dazu „Störungen im Substanz-Gebrauch“ (SUD) zu entwickeln.
Diesen Menschen fehlen oftmals die Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung, um sich von ihren Problemen zu erholen sowie Ausgleich zu finden, was zu einer chronischen Sucht, bzw. Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung führen kann.
Anmerkungen:
Niemand darf für dessen Suchtverhalten stigmatisiert (gebrandmarkt) werden, den jeder Mensch hat ein Recht darauf gleichwertig behandelt zu werden. Man soll Substanzgebrauchsstörungen (SUD) auch als „Gleichberechtigung“ verstehen, die jeder haben darf. Dies ist das Prinzip der „Chancengleichheit“ in der Gesellschaft.

Mythos #11:

Sucht ist eine Krankheit des Gehirnes.
Unwahr – ja, das Gehirn wird betroffen sein, aber der Verlust der Kontrolle über Drogen (ähnlich wie Internetsucht, Glücksspiel, übermäßiges Essen) hat viel mehr mit sozialen, psychologischen und Verhaltensfaktoren zu tun als mit jedem neurologischen oder physiologischen Defekt. 
Wenn Sucht eine Hirn-Erkrankung wäre, würden MRT’s in diagnostischen Untersuchungen verwendet, um Hinweise auf Suchteffekte zu zeigen, und chronische Sucht würde sich gleichmäßiger in der Gesellschaft verteilen.

Mythos #12:

„Die Regierung kann die Gesellschaft schützen, indem sie (neue) Drogen verbietet.“

Das Verbot von Drogen tarnt sich als positive, harte Maßnahme, um das „Problem“ zu beseitigen, während das tatsächliche Verbot von Drogen nur geringe Auswirkungen auf den Konsum hat und Produktion, Vertrieb und Konsum gefährlicher macht.
Anmerkungen:

Das Verbot fördert sogar die Kriminalität, den da wo eine Nachfrage entsteht wird auch immer ein Markt entstehen. Der Schwarzmarkt setzt dieses lediglich komplett unreguliert um.

Mythos #13:

„Sobald Drogen im »Missbrauchs-Gesetz« aufgeführt sind, werden sie kontrolliert.“
Technisch korrekt – aber sobald eine Droge als kontrollierte Droge (in Deutschland z.B. im BtMG, bzw. NpSG, etc.) aufgeführt ist, wird sie in den Untergrund gedrängt und entzieht sich somit vollständig der staatlichen/gesellschaftlichen Kontrolle.
Ironischerweise ist eine kontrollierte Droge von Wesen heraus eine unkontrollierte Droge.

Mythos #14:

„Cannabis ist eine Einstiegsdroge, die zu Sucht und »harten« Drogen führt.“

Es stimmt nicht, dass die meisten (jungen) Erwachsenen, die Cannabis konsumiert haben, auch meistens dazu übergegangen sind, andere Drogen zu konsumieren. Weder sind sie zwingend „süchtig“ geworden, noch auf andere Drogen eingestiegen.

Viele Präsidenten der USA haben erfolgreich Cannabis ohne jeglichen Gateway-Effekt konsumiert.

Anmerkungen:

Warum ist eine solche Schrittmacher-Funktion bei Alkohol, Tabak und anderen Dingen des Lebens kaum oder gar nicht gegeben? Man könnte sagen, dass es ein Einstieg in den Schwarzmarkt ist und daher auch mit anderen Substanzen in Kontakt kommen kann.

Cannabis als Droge, bzw. Substanz an sich verleitet nicht dazu, mit anderen Substanzen anzufangen oder umzusteigen, sei gesagt!

* Die meisten Menschen, die gerne Bier trinken, steigen auch nicht zwingend (dauerhaft) auf »hochprozentige« Spirituosen um.
* Auch Kaffeetrinker wechseln nicht generell (permanent) zu »starken« Schwarz-Tee hinüber.

„Menschen, die Koffein, Tabak und/oder Alkohol konsumieren, sind keine Drogenkonsumenten.“
Stimmt nicht – sie sind sicherlich Drogenkonsumenten und viele könnten als „Süchtige“ eingestuft werden.

Diese drei Substanzen sind allesamt Drogen und ironischerweise im Gegensatz zu »einigen« illegalen Drogen – sind Kaffee, Tabak und Alkohol In »hohen« Dosierungen toxisch (giftig) und können unter Umständen sogar zum Tod führen.
Anmerkungen:
Kaffee und Tabak sind stimulierende, bzw. aufputschende Mittel, die in dem Sinne ähnlich wie Kokain auf die Psyche antreibend wirken. Alkohol (z.B.: Bier aus Hopfen) und auch andere alkoholische Getränke können (in niedriger Dosierung) sedierende, bzw. beruhigende Wirkweisen auf die Psyche ähnlich wie Cannabis, Benzodiazepine, Opiate und evtl. Weihrauch (olibanum) aufweisen.
Sinnbildlich, sind die benannten Mittel somit eindeutig als Droge definierbar.

„Wenn wir Dealer einsperren, können wir die Drogen bedingte Gewalt reduzieren.“
Das Gegenteil ist der Fall, die Unterbrechung des Angebots und die Entfernung von Händlern führt zu mehr Gewalt, indem sie die Marktunsicherheit schürt, neue Geschäftsmöglichkeiten bietet und „Geschäftskonflikte“ schafft.

Mythos #17:

„Drogenkonsum ist kein kriminelles Problem, sondern ein Gesundheitsproblem.“ 
Dies mag wie ein Schritt in die richtige Richtung klingen, aber die Einnahme einer Substanz ist von Natur aus kein Gesundheitsproblem, genauso wenig wie der Genuss eines Kaffees oder eines Glases Wein ein „Gesundheitsproblem“ ist. Selbst problematischer Drogenkonsum lässt sich nicht am besten als Gesundheitsproblem beschreiben, sondern eher als soziales, psychisches, gesundheitliches und/oder rechtliches Problem.

Mythos #18:

„Es gibt »harte« und »weiche« Drogen.“ 
Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für die irreführende Kategorisierung von harten und weichen Drogen.
Während einige Substanzen im Allgemeinen für manche Menschen größere Probleme bereiten können als andere Substanzen, sind diese Verallgemeinerungen irreführend. Da die Wirkung einer Substanz (Droge) von Person zu Person je nach Set (Befinden der Person) und Setting (der Umgebung, Situation) variiert – es ist nicht nur die Substanz.
Anmerkungen:
Man kann höchstens sagen, dass es »harte« (hoch dosiert) und »weiche« (niedrig dosiert) Formen des Konsums gibt.

Mythos #19:

„Drogen sind illegal, weil sie gefährlich sind, und der Beweis dafür, dass sie gefährlich sind, ist, dass sie illegal sind.“
Dieses doppeldeutige, in sich wiederholende Aussage bietet keine Beweise und wird verwendet, um das Verbot zu verteidigen, aber die Substanzen, die wir »Drogen« nennen, sind nicht von Natur aus gefährlicher als andere Substanzen wie Alkohol, Zucker, Tabak, Koffein und Erdnüsse. Ein Verbot erhöht jedoch das Risiko, die Gefahr und die Unsicherheit erheblich.

Mythos #20:

„Drogentests werden Ihnen sagen, ob eine Person Drogen nimmt.“
Das Ergebnis ist aufgrund von menschlichen Fehlern, technischen Fehlern, absichtlichen und versehentlichen falsch-positiven und falsch-negativen Ergebnissen unzuverlässig.
Jemand, der einen Mohn-Brötchen isst, könnte positiv auf Opiate getestet werden. Jemand, der positiv auf Cannabis getestet wurde, hat die Droge möglicherweise an diesem Tag nicht konsumiert, aber aufgrund der Metaboliten der Substanz kann ein positives Ergebnis möglich sein, dass Cannabis vor Tagen, Wochen oder sogar Monaten konsumiert wurde.
Das Vorhandensein von (Rest) Wirkstoff-Spuren weist nicht zwingend auf eine Beeinträchtigung oder Vergiftung hin.

Mythos #21:

„Wie alles andere auf dem Markt, müssen auch Drogen als sicher nachgewiesen werden, bevor sie jemals erlaubt werden können.“
Nicht wahr – Die Sicherheit anderer Produkte muss vor der Zulassung nicht unbedingt nachgewiesen werden (z.B.: Mobiltelefone oder gentechnisch veränderte Lebensmittel).
Substanzen, die für manche schädlich oder sogar tödlich sein können, wie Tabak, Alkohol, Erdnüsse, sind legal und werden gefördert. Während eine Droge wie Cannabis, die medizinische Vorteile hat und noch nie jemanden nach dem Konsum getötet hat, als gefährlich gilt und weiterhin verboten ist.

Mythos #22:

„Menschen, die Drogen konsumieren, sind keine Kriminellen, sie brauchen Hilfe.“
Eine scheinbar harmlose und unterstützende Aussage, obwohl die Einnahme einer Droge kein Problem der Strafverfolgung sein sollte, sollten wir auch den Drogenkonsum als Gesundheitsproblem nicht problematisieren oder pathologisieren (für krankhaft erklären).
Es gibt keinen Grund, warum wir annehmen sollten, dass eine Person, die Drogen konsumiert, Hilfe braucht.

Mythos #23:

„Bei der Genesung geht es darum, drogenfrei zu werden.“
Bei der Genesung geht es darum, dass Menschen, die von Drogen abhängig waren, die Kontrolle über ihr Leben wiedererlangen, aber dafür ist es nicht immer notwendig, drogenfrei zu werden.
Manche Menschen ordnen ihr Leben und konsumieren unproblematisch weiter, und manche nehmen saubere, gesetzlich vorgeschriebene Substitute (Ersatzmittel) wie Methadon oder Heroin vom Arzt verschrieben und führen erfolgreich ein produktives und stabiles Leben.

Mythos #24:

„Bei der Schadensminderung geht es darum, die Ausbreitung von Krankheiten zu reduzieren.“
Bei der Schadensminderung (Harm-Reduction) geht es nicht nur um die Gesundheit – es geht auch darum, soziale, kulturelle und psychische Schäden zu reduzieren.
Schadensminderung ist ein evidenzbasierter Ansatz, der neben den Menschenrechten stehen sollte, um die gesamte Drogenpolitik zu untermauern. Es ist pragmatisch, menschlich und nicht wertend, es bindet die Menschen dort ein, wo sie stehen, um Risiken und Schäden zu reduzieren.

Mythos #25:

„Schadensminderung unterstützt keine Abstinenz.“
Bei der Schadensminderung geht es nicht darum, Menschen von Drogen abzubringen – es geht darum, mit Menschen zusammenzuarbeiten, um Risiken zu reduzieren.
In manchen Fällen kann Abstinenz jedoch eine gute Möglichkeit sein, Risiken zu reduzieren – Schadensminderung (Harm-Reduction) beinhaltet also Abstinenz – aber nur, wenn die Person bereit, in der Lage, interessiert und willig ist, abstinent zu werden.

Anmerkungen:

Jeglicher Zwang zur Drogen-Abstinenz bewirkt keine Schadensminimierung, sondern erzeugt das Gegenteil. Denn die möglichen psychischen Folgen einer  Vorgabe können beim Konsumenten sogar Schäden maximieren.

Mythos #26:

„Verbotene Drogen haben in der Medizin wenig oder keinen Nutzen.“
Obwohl dieses Gefühl in der stark veralteten „Einheitskonvention der Vereinten Nationen über Betäubungsmittel (Single Convention on Narcotic Drugs)“ von 1961 verankert wurde, könnte es nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.
Opiate sind bei der Behandlung schwerer Schmerzen unentbehrlich, während Cannabis und MDMA medizinische Vorteile bei der Behandlung einer wachsenden Zahl von Erkrankungen (z.B.: MS, PTSD, Epilepsie, ...) haben. 
Die Illegalität hat medizinische Studien und die Akzeptanz extrem erschwert.

Mythos #27:

„Menschen, die Drogen konsumieren, brauchen eine Therapie, kein Gefängnis.“
Eine andere scheinbar positive Aussage ist jedoch, dass Menschen, die Drogen konsumieren, keine Therapie oder Gefängnis »mehr« benötigen als jemand, der jeden Morgen einen doppelten Espresso trinkt oder eine Person, die vor dem Schlafengehen ein Glas Whisky genießt. Eine Behandlung oder ein Gefängnis braucht dessen niemand.
Unter dem Motto „es ist besser als Gefängnis“ können alle möglichen fragwürdigen Praktiken schmackhaft erscheinen.
Anmerkungen:

Niemand benötigt für seinen Konsumwunsch einen metaphorischen »Tritt« (Stigmata) in Form von (Zwangs-) Behandlungen, Therapien oder Medikamenten.

Mythos #28:

„Um Stigmatisierung zu verhindern, müssen wir Sucht als Krankheit verstehen.“

Ja, wir wollen Stigmatisierung verhindern, aber Sucht ist keine Krankheit. 
Der wirksamste Weg, Stigmatisierung zu verhindern, besteht darin, die Drogen-Ideologie und Trennung (Apartheid) aus der Gesellschaft zu beenden und die heuchlerische und fehlerhafte soziale Konstruktion von „Drogen“ in Frage zu stellen.

Anmerkungen:
Der Begriff „Sucht“ (etymologisch von „Siechtum“ kommend) ist ein Wort welches Diskriminierung fördert und ist ein eher stigmatisierender, irreführender Ausdruck!
Menschen, die keine Minderheiten diskriminieren wollen, sollten dieses Wort nicht gebrauchen. Der Begriff „Substanzgebrauchsstörung“ (SUD), wäre ein angemessener Begriff.

Mythos #29:

„Drogengesetze betreffen alle gleich.“

Das ist nicht wahr. Die Wahrscheinlichkeit, wegen Drogenbesitzes angehalten, durchsucht, festgenommen und strafrechtlich verfolgt zu werden, hängt stark von Ihrer Hautfarbe, Ihrer sozialen Schicht, Ihrem Alter, Ihrem Wohnort und Ihrer sozialen Herkunft ab.

Mythos #30:

„Wenn wir uns genug anstrengen, können wir Drogen ausrotten.“

Ein Trugschluss. Über vierzig Jahre extrem hartes Verbot, mit großem Zeit- und Kostenaufwand für Polizei, bewaffnete Truppen und Zoll blieben ohne Auswirkungen auf Angebot, Preis und Verwendung. Sie können nicht einmal Drogen aus Hochsicherheitsgefängnissen heraushalten.

Mythos #31:

„Heroin ist eine gefährliche Droge, die Ihren Körper schädigt.“

Jede Straßendroge kann sehr schädlich sein, da die Illegalität bedeutet, dass der Konsument keine Ahnung hat, was darin enthalten ist. Aber sauberes pharmazeutisches Heroin (im Gegensatz zu Alkohol) schädigt den Körper nicht dauerhaft.
Anmerkungen:
Substanz-Unreinheiten durch Streckmittel, sowie das Unwissen über mögliche Varianz (Schwankungen) des Wirkstoffes machen Drogen riskant.
Ob ein Getränk 8% oder 80% Alkohol besitzt, kann man häufig schmecken. Ob Heroin 8% oder 80% Reinheit besitzt oder eine Ecstasy Pille 30mg oder 300mg MDMA enthält, ist bedingt durch Drogen-Prohibition für die meisten Nutzer im Schwarzmarkt kaum unterscheidbar.

Mythos #32:

„Crack-Kokain in der Schwangerschaft führt zu dauerhaft geschädigten »Crack«-Babys.“

Es gibt keine konsistenten Beweise für diese Behauptung.

Längsschnittstudien zeigen, dass schwere und anhaltende Armut der wichtigste Faktor zu sein scheint, der den Fortschritt und die Entwicklung von Kindern verhindert, und nicht der elterliche Crack- bzw. Kokain-Konsum während der Schwangerschaft.

Anstatt sich emotional und ungenau auf „Crack-Babys“ zu konzentrieren, wäre es angemessener, die Aufmerksamkeit auf die Notlage von „Armutsbabys“ zu lenken.

Mythos #33:

“Drogentests helfen dabei, Menschen mit einem Drogenproblem zu identifizieren.”

Abgesehen von seiner Unzuverlässigkeit – Drogentests weisen bestenfalls nur auf das Vorhandensein von Drogen hin, geben jedoch keinen Hinweis auf Muster, Zeit, Ort, Grund oder Zusammenhang des Drogenkonsums.

Ein positives Ergebnis weist auf Drogenkonsum hin, nicht auf problematischen Konsum.

Mythos #34:

„Die Strafverfolgungsbehörden nehmen die gefährlichsten Drogen ins Visier.“

Unwahr – Festnahmen und Drogenbeschlagnahmen wegen Cannabis überwiegen alle anderen Drogenfestnahmen zusammen.

Der Krieg zwischen den Drogen ist weitgehend ein Krieg gegen das relativ harmlose Cannabis, während die wesentlich gefährlichere Droge Alkohol von den Strafverfolgungsbehörden genossen und gefördert wird.

Mythos #35:

„Menschen, die mit Cannabis erwischt werden, landen nicht im Gefängnis.“

Das ist unwahr, das tun sicherlich viele, und indigene Völker, arme Menschen und Farbige werden eher ins Visier genommen.

Mythos #36:

„Die Drogenfahndung zielt auf Menschen ab, die Drogen konsumieren.“
Der Drogenkonsum in der weißen und schwarzen Bevölkerung ist ähnlich. Es hängt jedoch von Ihrer Hautfarbe und Ihrem sozialen Status ab, ob Sie ins Visier genommen werden.
Wenn Sie arm sind und einer ethnischen Minderheit angehören, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie wegen Drogendelikten angegriffen, durchsucht, verhaftet, strafrechtlich verfolgt und anschließend verurteilt werden.

Mythos #37:

„Heroin während der Schwangerschaft wird dem ungeborenen Kind dauerhaften Schaden zufügen.“

Straßenheroin ist ein Problem, weil man nicht weiß, was drin ist. Aber sauberes pharmazeutisches Heroin verursacht bei einem Baby keine bekannten bleibenden Schäden. Nach der Genesung von den Entzugssymptomen werden Babys keinen bleibenden Schaden erleiden.

Alkohol während der Schwangerschaft kann jedoch ein fetales Alkoholsyndrom verursachen – ein dauerhafter Zustand.

Mythos #38:

„Eine drogenfreie Welt ist wünschenswert.“
Drogen werden seit Beginn der Aufzeichnungen zur Schmerzlinderung, zur Behandlung von Krankheiten, zur Entspannung und aus sozialen Gründen verwendet.
Alkohol, Koffein, Tabak sind Drogen und wohl auch Kakao, Zucker und Fett. Eine Welt ohne Drogen ist undenkbar, unerwünscht und unhaltbar.
☕ 🍵 🍷 🍸 🍺 🚬 💊 💉 🧂 🍫 🍬 🥦 🌿 🌱 🌵 🍄
Mythos #39:
Illegale Drogen töten Menschen.
Dies ist irreführend, denn die Mehrheit der Drogentoten sind Folgen von Prohibition und einer drakonischen Drogenpolitik, die den Drogenkonsum unsicherer und gefährlicher macht und die Inanspruchnahme von Hilfe riskant macht. Viele Todesfälle hätten sonst vermieden werden können.

Mythos #40:

„Die Drogenpolitik basiert auf den besten verfügbaren Erkenntnissen.“

Jahrzehntelang haben Forschungsberichte, Auswertungen, Untersuchungen, Expertengruppen Berge von Beweisen geliefert – aber die Drogenpolitik hat immer wieder die besten verfügbaren Beweise ignoriert und stattdessen weiterhin die in der „UN-Einheitskonvention von 1961“ verankerten Verbotsprinzipien hochgehalten.

Die Drogenpolitik wurzelt in ideologischen Überzeugungen und dem Versuch, die moralische Oberhand zu gewinnen, und nicht auf Wissenschaft und Beweise.

Anmerkungen:
Die bisherigen Drogengesetze wurden nicht unter den Bedingungen der: Erforderlichkeit, Eignung und Verhältnismäßigkeit geschaffen und erfüllen diese auch nicht.

Mythos #41:

„Es ist ein Krieg gegen Drogen.“

Unwahr – Drogen wurden nie besser aufgenommen, integriert oder beworben.

Es gibt keinen Krieg gegen Alkohol, Tabak, Koffein, Zucker, Fett oder Pharmazeutische-Drogen.
Das Ganze ist ein Krieg gegen bestimmte Drogen, die aus politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gründen (nicht aus pharmakologischen oder wissenschaftlichen Gründen) verboten wurden. Es ist ein „Krieg zwischen den Drogen“, der von einer kompromisslos harten Drogen-Trennung (Apartheid) erzwungen wird.
Mythos #42:
„Strenge Regulierung ist der richtige Weg.“
Im Idealfall, aber es hängt davon ab, wie die Regulierung aussieht.
Nicht, wenn diese Verordnung (wie im „New Zealand - Psychoactive Substance Act 2013 dargestellt) bedeutet:
Sie sind jetzt verboten und werden für den Besitz von Substanzen bestraft, die nicht vom Staat zugelassen sind (s.71 $500 Geldstrafe); Handel wird mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren bestraft (s.70); alle neuen psychoaktiven Substanzen, die nicht im Drogenmissbrauchsgesetz aufgeführt sind, sind automatisch verboten und die einzige Möglichkeit, „zugelassene“ Substanzen zu erwerben, ist über Big-Pharma oder Big-Business.
Mythos #43:
„Jeder Tag ohne Drogen ist ein weiterer Tag, an dem man »clean« ist.“

Das ist irreführend – ist irgendjemand jemals drogenfrei (und sollte er das sein?), weil wir Koffein, Zucker, Kakao, Aspirin, Alkohol zu uns nehmen?

Noch wichtiger ist, dass diese Aussage fälschlicherweise unterstellt, dass die Einnahme von Drogen schlecht und schmutzig ist, und wir ohne sie „sauber“ (clean) werden.

Mythos #44:

„Alkohol beansprucht so viel Zeit bei der Polizei – stellen Sie sich vor, wie schlimm es wäre, wenn wir Cannabis legalisieren würden.“

Es gibt keinen Vergleich zwischen diesen beiden verschiedenen Substanzen, die Auswirkungen auf das Verhalten sind sehr unterschiedlich.

Das ist selten, dass jemand, der Cannabis nimmt, streitsüchtig, aggressiv und gewalttätig ist, leider kann das nicht für Alkohol gesagt werden. Es ist, als würde man sagen, dass wir die Schäden gesehen haben, die durch Sportarten wie Rugby verursacht wurden, also haben wir nicht die Absicht, Tennis zuzulassen.

Mythos #45:

„Drogen zu legalisieren ist gefährlich, weil mehr Menschen Drogen konsumieren werden.“
In Ländern, in denen Drogen legalisiert oder entkriminalisiert wurden, hat der Drogenkonsum insgesamt nicht zugenommen.
Es ist jedoch nicht der Drogenkonsum an sich, der uns Sorgen machen sollte, sondern der problematische Drogenkonsum, der uns zu Denken geben müsste. Nur ein kleiner Teil der Drogenkonsumenten entwickelt Suchtprobleme. 
Obwohl »manche« Drogen derzeit nach wie vor illegal sind, schafft dies jedoch Unsicherheit in Bezug auf Reinheit, Toxizität (Giftigkeit einer Substanz), Inhalt und Stärke, und die Menschen sind weiter gefährdet, eine Vorstrafe zu erhalten, die ihnen lebenslang schaden könnte.

Mythos #46:

„Der Cannabis-Konsum durch Autofahrer führt zu mehr Verkehrstoten.“
Unbegründet – Es gibt Hinweise darauf, dass Cannabis bei Verkehrsunfällen zunehmend in Blutproben gefunden wird, aber dieses Vorhandensein von Cannabis im Blutkreislauf könnte durch den Konsum von Cannabis, Tage, Wochen oder sogar Monate früher entstehen, bzw. zurückzuführen sein.
Drogenpräsenz bedeutet nicht zwingend eine Beeinträchtigung durch Drogen. Für die Assoziation, oder Verbindung, besteht keine Kausalität (Ursächlichkeit).
Es wäre vergleichbar mit der Annahme, dass der zunehmende „Besitz“ eines Mobiltelefons durch Fahrer bei Verkehrsunfällen zu mehr Verkehrstoten führe.

Mythos #47:

„Jeder Drogentod ist ein weiterer Beweis für die Gefahren von Drogen.“
Die meisten Drogentoten sind ein Nebenprodukt der drakonischen Drogenpolitik.
Dem kann durch eine Kombination aus Entkriminalisierung, Legalisierung, Naloxon (Antidot/Gegenmittel) Verteilung, sichererer Aufklärung über den Drogenkonsum, Heroin gestützten Behandlungen (oder Substitution/Ersatzstoff Vergabe), Drogenkontrollsets, Drogenkonsumräumen entgegengewirkt werden. Diese könnten zudem durch weniger Intoleranz und Stigmatisierung vermieden werden.
Unsere derzeitige Drogenpolitik bringt Menschen um.
Mythos #48:
„Das illegale Drogengeschäft ist enorm, daher brauchen wir eine härtere Strafverfolgung.

Fatalerweise ist es das Verbot, das diese Bedingungen in erster Linie geschaffen hat. Je mehr Durchsetzung gefordert wird, um so mehr ist zu erwarten, dass die Macht und der Reichtum der kriminellen Kartelle sowie die Gewalt weiter erhöht wird.

Entkriminalisierung und Regulierung könnten jedoch das illegale Drogengeschäft erheblich reduzieren und auch den Schaden für die Konsumenten verringern.

Mythos #49:

„Besser, dass jemand vom Gericht zur Drogentherapie gezwungen wird, als ins Gefängnis zu gehen.“

Alles kann schmackhaft und gerechtfertigt erscheinen, wenn es als Alternative zum Gefängnis präsentiert wird.

Für die überwiegende Mehrheit, der unproblematischen Drogenkonsumenten, ist eine Zwangsbehandlung sinnlos, teuer und unethisch.

Für die kleine Minderheit problematischer Nutzer, die Hilfe benötigen und wünschen, ist es besser, dass sie nach einer gründlichen Bewertung freiwillig auf Hilfe in der Gemeinschaft zugreifen können. Des Weiteren ist es vorteilhafter für Betroffene, auf ein am besten geeigneten Behandlungsplan mit Zugang zu einer vollständigen Palette von Dienstleistungen abgestimmt zu werden; anstatt dass Betroffene ein „Zwölf-Schritte-Programm“ der erzwungenen Abstinenz durchführen müssen und mit der Androhung einer Gefängnisstrafe für jeden Fehler bedroht und stigmatisiert werden, sind die benannten Schritte der sicherste Weg.

Mythos #50:
„Ohne Drogen wäre die Welt ein besserer Ort.“

Medikamente (Drogen) sind lebenswichtig in der Medizin und Schmerzlinderung, sie sind auch wichtig zum Entspannen, Schlafen, Geselligkeit, Energiespenden, freier denken, kreativ und künstlerisch sein. Zu diesen Zwecken werden täglich die legalen Drogen Alkohol, Koffein und Tabak konsumiert, obwohl andere (derzeit illegale) Drogen genauso sicher und gut geeignet sein können.
Mythos #51:
„Menschen wachsen aus dem Drogenkonsum heraus.“
Obwohl es Beweise dafür gibt, dass Menschen aus kriminellen Aktivitäten herauswachsen, birgt der Konsum verbotener Drogen strafbare Risiken.
Wenn es also in einem späteren Alter zu einer Abkehr von »illegalen« Drogen kommt, ist es nicht unbedingt der Fall, dass die Menschen „aus Drogen herauswachsen“. Vielleicht lernen sie jedoch im Laufe der Zeit, die damit verbundenen kriminellen Vereinigungen zu vermeiden.
Es gibt keine Beweise, dass Menschen aus dem Konsum der »legalen« Drogen Alkohol, Tabak und Koffein herauswachsen.
Mythos #52:
„Wenn wir belastbare Beweise liefern, werden sich die Drogengesetze ändern.“

Starke zuverlässige Beweise sind entscheidend für die Entwicklung wirksamer Drogengesetze, aber die meisten fortgeschrittenen kapitalistischen Länder zeigen kaum Anzeichen, dass sie von Wissenschaft und Beweisen beeinflusst werden. Stattdessen scheinen sie einer ideologisch motivierten Position verpflichtet zu sein, das Privileg legaler Drogen zu wahren, indem sie alle illegalen Drogen unabhängig von den verursachten Schäden dämonisieren.
Mythos #53:
„Die Gesellschaft muss lernen, den Drogenkonsum zu akzeptieren.“

Angesichts des riesigen Angebots an Alkohol-, Tabak- und Koffein-Produkten in Kombination mit dem ständig wachsenden Angebot an Arzneimitteln besteht kein Zweifel, dass die Gesellschaft den Drogenkonsum bereits akzeptiert, befürwortet und anwirbt – sogar täglich!
Die Aussage ist also irreführend und trägt zu dem falschen Denken bei, das legale Substanzen nicht als „Drogen“-Konsum anerkennt. Die Gesellschaft muss lernen zu verstehen, dass wir innerhalb einer Drogen-Ideologie und Trennung (Apartheid) agieren, bzw. handeln.
Mythos #54:
„Es gibt keine Heilung für Sucht.“

Sucht ist im Wesentlichen ein sozialer und psychologischer Zustand, der in außer Kontrolle geratenen Denk-, Verhaltens- und Lebensstil-Mustern verwurzelt ist.
Es ist keine unheilbare Krankheit, von der sich die Menschen nie erholen und gezwungen sind, in „Genesung“ zu leben. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die abhängig werden, gewinnt erfolgreich die Kontrolle zurück, die meisten von ihnen ohne professionelle Hilfe. Ein gutes Beispiel sind die vielen Menschen, die mit dem Rauchen aufgehört haben.
Mythos #55:
„Der einzig geeignete Ort für die Einnahme von Drogen ist in der Medizin.“

Eine Position, die Sie für sich selbst einnehmen könnten, aber nicht die, die Sie anderen aufzwingen können.
Es ist eine extreme Position, die bedeuten würde, dass kein Tee, Kaffee, Schokolade, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke, Süßigkeiten oder Kuchen, die meisten Frühstückszerealien und vieles andere konsumiert werden darf. Als würde man sagen, dass der einzig akzeptable Grund für den Verzehr von Lebensmitteln darin besteht, uns gesund zu halten.
Genuss, Entspannung, Energie tanken, Schläfrigkeit oder die Verbesserung unserer Sinne sind keine unangemessenen Motivationen, Nahrung oder Substanzen zu sich zu nehmen.
Mythos #56:
„Drogen wie Cannabis sind illegal.“
Als Folge der Unterzeichnung der UN-Einheitskonvention von 1961 haben die Länder den Besitz und den Anbau bestimmter in dessen Abkommen aufgeführten Substanzen und Pflanzen »strafbar« gemacht.
Substanzen und Pflanzen selbst sind jedoch nicht illegal, was die Frage aufwirft, da Pflanzen wie Cannabis, Koka und der Schlafmohn nicht verboten sein können, auf welcher Grundlage Polizei und Militär das Land durchsuchen können oder sollen, um angebaute Pflanzen auszugraben oder zu zerstören.
Anmerkungen:
Das im Menschen vorkommende Dopamin-Molekül (Hormon) ist laut dem “Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz” (NpSG) in Deutschland ebenfalls verboten. Die Herstellung, unabhängig von der Methode (also auch enzymatisch in vivo), ist illegal. Somit ist wohl jeder Mensch hier illegal.

Mythos #57:

„Der Drogenkrieg ist gescheitert.“

Das hängt davon ab, was Ihrer Meinung nach der Zweck des Drogenkriegs ist.

Ja, der Drogenkrieg hat es versäumt, den Konsum verbotener Drogen zu reduzieren oder zu stoppen – aber das ist ein Krieg, der niemals geführt werden sollte, er ist grundlegend fehlgeleitet und falsch.

Wenn man den Drogenkrieg aus einer neoliberalen Perspektive versteht, war er ein großer Erfolg. Es hat die privilegierte Stellung der legalen Drogenindustrie (Pharma, Zucker, Koffein, Alkohol und Tabak) bewahrt; es hat dem Staat beträchtliche Befugnisse zur Kontrolle der Armen, Farbigen, Indigenen und der „Anderen“ verliehen; es hat dem aufkeimenden und lukrativen strafrechtlichen Industriekomplex große Zahlen geliefert; und es hat in Zeiten der Rezession umfangreiche neue Geschäftsmöglichkeiten für Tests und Überwachung hervorgebracht.

Mythos #58:

„Die Leute kaufen Alkohol, Koffein und Tabak, aber illegale Drogen werden den Menschen aufgedrängt.“
Diese Vorstellung ist zutiefst fehlerhaft.
Die meisten Menschen sind durch Freundschaftsnetzwerke illegalen Drogen ausgesetzt, während legale Drogen wie Alkohol tatsächlich über Werbung und Sponsoring auf die Menschen gedrängt werden. Des Weiteren werden sie durch starke kulturelle Normen weiter unter Druck gesetzt, Alkohol zu konsumieren, um zu „feiern“, „Spaß zu haben“ und „dazu zu gehören“.
Es ist also eher wahrscheinlich, dass Menschen zu legalen Drogen „gedrängt“ werden.

Anmerkungen:

Die Normvorgaben und die Zwänge des gesellschaftlichen Lebens machen Alkohol, Zigaretten (Tabak) und Kaffee oftmals zu einer Einstiegsdroge. Es passiert sehr oft im Leben, dass Gäste sich genötigt fühlen, auf benannte Dinge in sozialen Kontext „einzusteigen“. Auch gängige Reklame stiftet Menschen häufig dazu an.
Mythos #59:
„Drogen sind gefährlich, deshalb brauchen wir Regulierungen.“

Verbotsargumente zu übernehmen, um Menschen zur Entkriminalisierung oder Legalisierung zu bewegen, dient nur dazu, Mythen und Fehlinformationen zu verewigen. Drogen sind allgemein nicht gefährlich, sie variieren stark und können nicht so in einen Topf geworfen werden.
Was wir sagen können, ist, dass die Durchsetzung des Verbots den Drogenkonsum gefährlich gemacht hat.
Seien Sie vorsichtig, denn die Regulierung kann so streng sein, dass es sich tatsächlich um ein neues Verbot handelt.
Mythos #60:
„Vielleicht haben wir uns bei Cannabis geirrt und das Verbot davon ist ein Fehler.
Isolieren Sie Cannabis nicht einfach, ein Drogenverbot ist für alle illegalen Drogen falsch.
Ja, es ist richtig, dass Cannabis legalisiert und frei für den persönlichen Gebrauch angebaut werden können sollte.
Aber Cannabis zu isolieren, zu trennen und diese spezielle Droge einzuladen, Macht und Privilegien in einem korrupten System zu genießen, verewigt nicht nur die Drogen-Trennung (Apartheid), sondern schwächt möglicherweise auch die Opposition dagegen.
Während Cannabis legalisiert werden sollte, muss sich das Engagement jedoch darauf konzentrieren, das gesamte korrupte Drogenkontrollsystem aufzudecken und abzubauen, für das es keine wissenschaftlichen Beweise gibt. Nur so können alle Drogen entkriminalisiert und vernünftig reguliert werden, anstatt bestimmte Drogen auszuwählen, um Privilegien zu genießen und Werbung neben Alkohol, Koffein und Tabak zu betreiben.
Mythos #61:
„Drogengesetze sind veraltet und müssen geändert werden.“
Unwahr – Es ist nicht so, dass die Drogengesetze veraltet sind, sie waren zu keiner Zeit für ihren Zweck geeignet. Sie wurzeln in Propaganda, Mythen und Lügen, und wir müssen dies verstehen, um neue Drogengesetze zu entwickeln, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, mit Richtlinien, die die Schadensminderung (Harm-Reduction) fördern und die Menschenrechte schützen.
Mythos #62:
„Drogenkonsumenten brauchen Mitgefühl und Unterstützung, nicht Stigmatisierung und Hass.“

Sicherlich sind Stigmatisierung und Hass gegenüber Drogenkonsumenten falsch, aber Menschen, die verbotene Substanzen konsumieren, brauchen keine Bevormundung, sie brauchen nicht von Natur aus Unterstützung oder Mitgefühl. Sie müssen frei von Kriminalisierung sein und ihre Menschenrechte müssen wiederhergestellt werden.
Mythos #63:
„Die Nationen müssen zusammenarbeiten, um das globale Drogenproblem anzugehen.“
Es gibt kein globales Drogenproblem, wir haben ein globales drogenpolitisches Problem.
Drogenpolitischer Schaden, der von den Nationen geschaffen, aufrechterhalten und verschlimmert wurde, die unter dem UN-Mandat zusammenarbeiten, um sogenannte Drogen zu verbieten.
Mythos #64:
„Wir müssen die UN dazu bringen, ihren Umgang mit Drogen zu ändern.“

Das UN-System zur Kontrolle von »Drogen« hat das Problem geschaffen.
Die UN, die Bastion der unnötigen Prohibition, die das Weltdrogenpolitikproblem geschaffen hat, sollte nicht mit der Leitung von Reformen beauftragt werden, ihre Rolle und ihr Engagement bei der Kontrolle von „Drogen“ müssen außer Dienst gestellt werden. Stattdessen müssen die Länder ihre Energie investieren, um das drogenpolitische Problem in ihrem eigenen Land anzugehen und Reformen auf nationaler Ebene umzusetzen, anstatt Energie zu veräußern und zu verschwenden, um internationale Reformen zu suchen und darauf zu warten.
Mythos #65:
„Es ist an der Zeit, über die Legalisierung von Drogen nachzudenken.“

Diese Aussage kollidiert mit der Verbotslüge, dass Drogen wie Alkohol, Tabak, Koffein, Zucker und Medikamente irgendwie keine legalisierten Drogen sind.
Sie sind nicht nur bereits legalisiert, sie sind sogar stark geförderte und angenommene Drogen, daher wäre die genauere und ehrlichere Frage zu stellen: „Sollten die anderen Drogen, die wir verboten haben, legalisiert werden?“ Eine wichtige Frage, da es keine wissenschaftlichen Beweise gibt, um sie voneinander zu trennen oder von den mitunter (selektiv) legalisierten Stoffen zu unterscheiden.
Mythos #66:
„»In der Genesung« ist der Begriff für eine Person, die keine Drogen mehr konsumiert.“

Eine Person, die die Sucht überwindet, befindet sich nicht ewig in der Genesung.

Dies ist ein Krankheitsmodell der Sucht, das behauptet, dass Menschen sich nie von der Sucht erholen, also den Rest ihres Lebens als „Süchtige“ in Genesung verbringen und mit einer unheilbaren Krankheit leben.

Während sich „in Genesung“ auf den Zeitraum beziehen sollte, in dem die Sucht bekämpft und von der Sucht erholt wird, sind sie nach diesem Zeitraum genesen.

Mythos #67:

„Abstinenz ist, wenn jemand aufgehört hat, Drogen zu nehmen.“

Diese Aussage stellt Drogen so homogen (einheitlich) dar, als ob alle Drogen irgendwie ähnliche Eigenschaften, Gefahren und Risiken hätten.

Abstinenz ist, wenn eine Person die Einnahme einer Droge, die ihr Schwierigkeiten bereitet hat, vollständig aufgibt.

Wenn eine Person ein Problem mit der Droge „a“ hatte, gibt es keinen Grund, warum sie unbedingt auf die Droge „x“, „y“ oder „z“ oder sogar auf jede psychoaktive Substanz der Welt verzichten sollte, aber staatlich zugelassene psychoaktive Drogen wie Koffein, Valium, Tabak, Ritalin oder Alkohol verwenden sollte.

Mythos #68:

„Das Injizieren von Drogen verursacht Geschwüre, Sepsis, Endokarditis, Hepatitis und HIV.“

Unwahr - das Injizieren von Drogen (Medikamenten) unter unsterilen Bedingungen und das Teilen von Geräten wie Spritzen mit infizierten anderen verursacht diese Probleme – nicht das Injizieren an sich. Dieses Risiko wird durch die Prohibition und der Drogenpolitik wahrscheinlicher, da diese den Zugang zu sauberen Nadeln und Geräten stigmatisiert und erschwert.
Mythos #69:
„Einmal ein Süchtiger, immer ein Süchtiger.“

Die Vorstellung, dass jemand, der einmal ein bestimmtes Problem hat, für immer daran gefangen bleibt, ist Unsinn.
Jeder Mensch ist anders und jede Substanz und jeder Kampf mit Sucht ist anders. Wichtig ist auch, dass eine Person nicht süchtig ist – ihre Identität ist viel reicher, breiter und facettenreicher. Die Vorstellung einer allmächtigen übergreifenden Identität ist schädlich und irreführend.
Mythos #70:
„Wir dulden keinen Drogenkonsum.“

Dieser Satz wird oft von jemandem hinzugefügt, der sich für Schadensminimierung oder Drogenreform einsetzt. Es ist Verbotspropaganda, die unwissentlich die groteske Vorstellung einer drogenfreien Welt unterstützt.
Warum sollte jemand erklären wollen, dass er es nicht duldet, den Tag mit einem Kaffee zu beginnen, Champagner auf Hochzeiten zu trinken. Es nicht duldet, wenn Menschen Schmerzmittel nehmen, wenn sie Schmerzen haben.
Dulden Sie es nicht, wenn Menschen eine Flasche Wein mit Freunden teilen?
Mythos #71:
„Die Leute sind nicht bereit, den Konsum von Freizeitdrogen zu unterstützen.“

Das ist absoluter Unsinn, denn der weit verbreitete Konsum von psychoaktiven Drogen zeichnet bereits jedes gesellschaftliche Ereignis, jede Versammlung und jeden Anlass. Fast jeder beginnt den Tag mit einem stimulierenden Hit.
Wir alle nehmen Drogen.
☕ 🍵 🍷 🍸 🍺 🚬 💊 💉 🧂 🍫 🍬 🥦 🌿 🌱 🌵 🍄
Mythos #72:
„Jeder Körperkontakt mit Fentanyl stellt eine ernsthafte Überdosierung dar.“

Insbesondere die Polizei hat außerordentliche Anstrengungen unternommen, um den Kontakt mit Fentanyl zu vermeiden, aber der Kontakt mit der Droge (dem Medikament) stellt keinerlei ernsthafte Gefahr dar – das Medikament muss eingenommen werden, um ein Risiko darzustellen.
Noch nie hat sich jemand durch Körperkontakt mit Fentanyl überdosiert – trotz der Medienberichte.

Mythos #73:

„Nadelaustausch fördert das Injizieren von Drogen.“

Trotz fehlender Beweise dafür, dass Nadelaustauschprogramme (NEP's) zu einem Anstieg des Drogen-Konsums mit Injektion führen, gibt es immer noch Bedenken hinsichtlich der Förderung eines erhöhten Injektion-Verhaltens mit NEP’s. Studien-Ergebnisse unterstützen nicht die Hypothese, dass NEP’s einen Anstieg des intravenösen Drogen-Konsums verursachen.

Anmerkungen:

Weder beaufsichtigte Injektionsstellen, Drogenkonsum-Räume mit optionaler Beratung, noch Nadeltausch oder Drogen-Prüfung (Drug-Checking) fördern den Konsum von Drogen.

Regelmäßiger Wechsel von Nadel- und Spritzen-Besteck, hilft Schäden durch „verunreinigte“ Instrumente zu verringern. Es kann auch hilfreich sein, bei jedem Eingriff niedrige Dosierungen zu injizieren und das Risiko einer „Überdosierung“ zu minimieren.

Mythos #74:

„Die Drogen da draußen haben sich verändert, sie sind jetzt reiner, stärker und gefährlicher, – sie sind tödlich.“

Jedes Jahr macht die Polizei diese übertriebenen Proklamationen, bzw. öffentliche Bekanntmachungen, dämonisiert verbotene Drogen, schürt Angst und sucht Unterstützung für härtere Maßnahmen – und das seit Jahrzehnten.
Tatsächlich behauptete die US-Polizei im Jahr 1906, dass Kokain den Schwarzen Menschen übermenschliche Kraft verschaffte, und wollte schwerere Handfeuerwaffen, um die Drogen verrückten Schwarzen mit hohem Kokainkonsum zu stoppen.
Mythos #75:
„Die einzigen Leute, die für die Legalisierung von Drogen argumentieren, sind »Drogen«-Konsumenten.“

Das stimmt einfach nicht.
Es gibt durchaus Menschen, die noch nie eine verbotene Droge konsumierten und trotzdem möchten, dass Besitz, Anbau und Produktion aller Drogen für den persönlichen Gebrauch legal sind!
Viele Menschen, wollen einfach nur die unnötigen Todesfälle, Gemetzel und Schäden, die durch das Drogenverbot verursacht wurden, beenden

Anmerkungen:

Oftmals sind es die eigenen Familienkreise, Geschwister, Verwandte und Freundeskreise, sowie eine Reihe von Organisationen und Verbände, die sich für die Menschenwürde und Menschenrechte aussprechen. Diese wollen das Leid jener Drogen Konsumeierenden nicht länger ertragen und setzen sich deshalb für Entstigmatisierung, Entkriminalisierung und vernunftbasierte Drogen-Regulierungen ein.

 

Mythos #A - Bonus (von Yo24hua/W.A.SCH.):

„Es gibt viele, die nach Cannabis Konsum in eine Psychose gerutscht sind und sich ihr Leben ruiniert haben.“

Junge Menschen haben ein höheres Potenzial Stress bedingte Psychosen, insbesondere während der Lern- und Bildungsphase zu erleiden, da ihr Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet. Zudem kann das Hormonsystem (Dopamin, Serotonin, ...) im Zusammenspiel mit dem körpereigenen-Cannabinoid-System bei Jugendlichen teilweise noch nicht genügend ausgebildet sein für die Aufnahme von extern zugeführten Cannabinoiden.

Es gibt jedoch kein evidenten (methodisch-systematischen) Nachweis dafür, dass Cannabis Konsum generell veranlagte Psychosen triggern (auslösen) kann.

Es ist viel wahrscheinlicher, dass Stress allgemein ein erheblicher Faktor für Psychosen sein kann. Insbesondere Stress, der durch repressive, bzw. unterdrückende sowie tyrannisierende Maßnahmen von Staatsgewalten bei der Verfolgung von Konsumenten ausgelöst wird, kann sehr problematisch sein.

Anmerkungen:
Mischkonsum mit anderen Substanzen kann, vor allen Dingen dann, wenn sich diese gegensätzlich in ihrer Wirkweise verhalten, problematisch sein.

Tabak (Nikotin) wirkt als Stimulanz und Cannabis weist eher Sedierende Eigenschaften aus, daher kann ein typischer Cannabis-Joint mit Tabak oder überhaupt ein zeitnaher Konsum beider Substanzen möglicherweise Problematisch ausfallen und evtl. Stress-Psychotische Effekte verstärken.

Als weiteres sei gesagt, dass laut verschiedenster Studien und Forschungen stimulierende Substanzen eher dafür bekannt sind, Stress und damit möglicherweise einhergehende Psychosen potenzieren zu können.




Verweise:

Eingebundene:

  • 🇩🇪/🇨🇦:W.A.SCH. (Wilfried A. Scharrenberg [v. Weiss], Prof. Phil. A.D.), Projektmappe zum Thema “Entstigmatisieren”, auch kurz “WASCH-Projekt” (Waschen/Bereinigung von Altlasten im Volk.).

Projektdaten:

 


Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet am: 16.07.2022.